LKW verliert auf Autohof Diesel

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr Vörden gegen 04.15 Uhr zum ARAL Autohof in Hörsten gerufen.
Dort traten größere Menge Dieselkraftstoff aus einem abgestellten LKW aus. Der LKW hatte zwei Tanks wobei einer davon oberhalb des Fahrgestellrahmens an der Rückwand des Führerhauses montiert ist. Durch ein „ Überströmventil“ wird normalerweise geregelt das nur Treibstoff in den unteren Tank nachläuft wenn es erforderlich ist. Scheinbar lag bei diesem Ventil ein technischer Defekt vor, sodass kontinuierlich der Kraftstoff aus dem oberen Tank (790 Liter) in den unteren drückte und dann über die Belüftung des Tankdeckels unkontrolliert ins Freie gelangte. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen war auf dem asphaltierten Parkplatz ein Fläche von ca. 100m² betroffen und der Kraftstoff war bereits in eine Regenrinnen gelaufen. Es wurde sofort ein „Deich“ aus Bindemittel aufgeschüttet um das weiter Eindringen in die Regenwasserkanalisation zu verhindern. Parallel wurden die Kraftstoffleitungen vom oberen Tank so abgeknickt, damit der Zufluß zum unteren Tank unterbrochen war. Der obere Tank wurde mittels Umfüllpumpe geleert und der Kraftstoff provisorisch in Auffangfässern gelagert.

Die konterminierte Fläche wurde mit Bindemittel abgestreut. Gleich zu Einsatzbeginn hatte Ortsbrandmeister Ralf Bürger die untere Wasserbehörde informieren lassen, da mehrere hundert Liter Diesel ausgetreten waren. Der zuständige Sachbearbeiter war wenig später auch vor Ort. Da es für das Objekt „Autohof Hörsten“ entsprechende Einsatzpläne gibt, die unteranderem auch Pläne der Ver- und Entsorgungsleitungen enthalten, konnte auf Grundlage dieser Pläne ermittel werden bis wohin der Kraftstoff bereits das Rohrsystem verunreinigt hatte. In dem dahinterliegenden Schacht wurde von der Feuerwehr ein Rohrdichtkissen gesetzt, sodass sich der Kraftstoff nicht weiter in Richtung Regenrückhaltebecken ausbreiten konnte und sich somit „nur“ im geschlossenen Rohrsystem befand. Es wurde dann in Zusammenarbeit mit dem Betreiben des Autohofes, der Wasserbehörde und der Feuerwehr ein Entsorgungsunternehmen damit beauftragt die verunreinigte Fläche so wie das Rohrsystem zu reinigen. Ein Teil der Einsatzkräfte rückte dann gegen 8 Uhr wieder ein, für den Rest der Mannschaft dauert der Einsatz noch bis Mittag. Eingesetzt waren die Feuerwehr Vörden mit vier Fahrzeugen und 17 Mann Besatzung, die Polizei Damme und die untere Wasserbehörde des Landkreises Vechta. Die Summe für den Schaden bzw. für die Schadenbeseitigung wird sich ersten Schätzungen im Bereich mehrerer tausend Euro bewegen. Alles in Allem ist der Einsatz noch recht glimpflich abgelaufen, da verhindert werden konnte das der Kraftstoff in den Boden bzw. ins Grundwasser gelangen konnte.

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